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Das Versprechen - Denkmal für Jonny K., Grave Design for the Berlin LGBTQ community, Jonny-K.-Aktivpark Spandau
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For the Art-in-Architecture competition of the district office of Spandau, I propose the artwork Das Versprechen for the newly designed public Jonny K. Aktivpark in the Berlin district of Spandau. The sculpture addresses friendship, intimacy, and solidarity, and reflects both community and other visionary aspects of the park, which serves not only for leisure and sports activities but also as an intergenerational meeting place. The sculpture Das Versprechen depicts two oversized, comic-like hands in toxic green tones whose little fingers intertwine in a “pinky promise”—a pledge that in many cultures, especially among children and young people, is considered an unbreakable agreement.
This visual realization of exaggerated, monstrous claws glowing in a bright, almost toxic green refers to themes closely connected to youth culture and the challenges of growing up. The friendly gesture and its fragility are illustrated through the tension between the lightness and the weight of the sculpture: while one hand is solidly anchored in the ground, the other appears to float in the air. The massive structure is supported only by the interlocked little “pinky fingers,” formally emphasizing the powerful expression of affection and closeness between two people contained in this gesture.
(...) In a deconstructive manner, the site-specific work refers to the history and the tragic death of the park’s namesake, Jonny K., who placed himself protectively in front of his friend and thereby became the victim of a shocking escalation of violence. Das Versprechen reflects his life, his civil courage, and the moving response of his sister Tina K., who transformed this tragic event into an equally courageous commitment to young people and young adults in Berlin. Her socio-political engagement allows insights into Jonny’s character, which Tina K. has described as kind, helpful, and warm-hearted.
(...) The sculpture therefore not only represents a humorous and visually engaging object but also offers a deeper reflection on the forces that shape young people—and on the possibilities through which art and culture can guide these forces in a positive direction. It invites viewers to question social norms, discover new models of strength, and reflect on the value and beauty of friendship, giving the need for belonging and loyalty felt by many young people—but also by adults—a positive context. The two heroic monsters remind us that bonds are built on respect and trust and invite everyone to become part of this community.
Für den Kunst-am-Bau-Wettbewerb des Bezirksamts Spandau schlage ich das Kunstwerk Das Versprechen für den neu gestalteten öffentlichen Jonny K.-Aktivpark im Berliner Bezirk Spandau vor. Die Skulptur verhandelt Freundschaft, Intimität und Solidarität, und thematisiert sowohl Gemeinschaft als auch andere visionäre Aspekte des Parks, der nicht nur der freizeitlichen Erholung und sportlichen Betätigung, sondern auch als intergenerationelle Begegnungsstätte dient. Die Skulptur Das Versprechen zeigt zwei überdimensionale, comichafte Hände in giftgrünen Tönen, deren kleine Finger sich in einem “Pinky Promise” verschränken – einem Schwur, der in vielen Kulturen, besonders unter Kindern und Jugendlichen, als unbrechbare Übereinkunft gilt.
Diese visuelle Umsetzung überzeichneter, monströser Klauen, die in grellem, fast toxisch wirkendem Grün leuchten, spielt auf Themen an, die eng mit Jugendkultur und den Herausforderungen des Heranwachsens verbunden sind. Die freundschaftliche Geste und ihre Zerbrechlichkeit werden durch das Spannungsverhältnis zwischen Leichtigkeit und Schwere der Skulptur illustriert: Während eine Hand solide in der Erde verankert ist, schwebt die andere scheinbar in der Luft. Das massive Gebilde wird nur von den ineinander gehakten kleinen “Pinky Fingers” getragen, was den kraftvollen Ausdruck von Zuwendung und Nähe zwischen zwei Menschen in dieser Geste formal hervorhebt.
(...) Das ortsspezifische Werk nimmt in de-konstruktiver Weise Bezug auf die Geschichte und den tragischen Tod des Namensgebers des Parks: Jonny K., der sich schützend vor seinen Freund stellte und dadurch selbst Opfer einer schockierenden Gewalteskalation wurde. Das Versprechen reflektiert sein Leben, seine Zivilcourage und die berührende Reaktion seiner Schwester Tina K., die diesen Schicksalsschlag in ein ebenso couragiertes Engagement für Berliner Jugendliche und junge Erwachsene übersetzt hat. Ihr gesellschaftspolitisches Engagement lässt Rückschlüsse auf Jonnys Wesen zu, das von Tina K. als wohlwollend, hilfsbereit und herzlich beschrieben wird.
(...) Die Skulptur stellt somit nicht nur ein humorvolles und visuell ansprechendes Objekt dar, sondern bietet eine tiefere Reflexion über die Kräfte, die junge Menschen prägen – und über die Möglichkeiten, wie Kunst und Kultur diese Kräfte positiv lenken können. Sie lädt dazu ein, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen, neue Modelle von Stärke zu entdecken und über den Stellenwert und die Schönheit der Freundschaft nachzudenken, um dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Loyalität, das viele Jugendliche, aber auch Erwachsene empfinden, einen positiven Kontext zu geben. Die beiden heldenhaften Monster erinnern uns daran, dass Bindungen auf Respekt und Vertrauen beruhen, und laden dazu ein, Teil dieser Gemeinschaft zu werden.