Macromolecule Exploiting Some Biological Target (Rush/Revolution)
Installation View, 2022
Macromolecule Exploiting Some Biological Target (Rush/Revolution)
Installation View, 2022
Macromolecule Exploiting Some Biological Target (Rush/Revolution), Art Geneva, Sculpture Garden
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For its third edition, the Geneva Biennale Sculpture Garden focuses on contemporary artists who question our relationships to others and to ourselves in an increasingly unstable environment in which technologies shape our subjectivities. For the past two years, the pandemic has profoundly affected our way of life, dis- integrating our physical contacts to give place to dizzying virtual relationships. Although it has atomized us, the virus, inoculating one person after another, has paradoxically proven that we are a globally connected community. Today, a war on the borders of Europe tragically reminds us of the interdependence of our societies, whose economic, political, and military dealings directly impact our daily lives. Against this backdrop of perpetual crisis, large movements for greater social and environmental justice are nevertheless succeeding in mobilizing individuals on a global scale and in promoting alternative ways of living together. These challenges to the dominant discourse and the resulting reconfigurations of our social fabric are major issues in contemporary culture, in which digital technology has taken a prominent role.
The Parc La Grange, Parc des Eaux-Vives and its nearby beach offer privileged spaces to meet and exchange; from reunions with family and friends to sports outings or romantic dates, from reconnecting with nature or with oneself to parties or school excursions. Beyond their recreational character, these spaces are above all shared spaces, where not only affinities but also disparities and divergences are articulated. The artists invited to exhibit in these specific settings investigate the tensions inherent to the public space but also their potential for emancipation. The variety of their proposals–which go beyond the strict domain of sculpture to invest those of design, architecture, video, photography, writing, and more–testifies to the way in which art constantly reinvents itself in light of contemporary challenges.
German
In ihrer dritten Ausgabe richtet die Geneva Biennale Sculpture Garden den Fokus auf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, die unsere Beziehungen zu anderen und zu uns selbst in einem zunehmend instabilen Umfeld hinterfragen, in dem Technologien unsere Subjektivität prägen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Pandemie unsere Lebensweise tiefgreifend verändert und unsere physischen Kontakte aufgelöst, um schwindelerregenden virtuellen Beziehungen Platz zu machen. Obwohl sie uns vereinzelt hat, hat das Virus – indem es eine Person nach der anderen infizierte – paradoxerweise gezeigt, dass wir eine global vernetzte Gemeinschaft sind. Heute erinnert uns ein Krieg an den Grenzen Europas auf tragische Weise an die gegenseitige Abhängigkeit unserer Gesellschaften, deren wirtschaftliche, politische und militärische Verflechtungen unser tägliches Leben unmittelbar beeinflussen. Vor diesem Hintergrund permanenter Krisen gelingt es großen Bewegungen für mehr soziale und ökologische Gerechtigkeit dennoch, Menschen weltweit zu mobilisieren und alternative Formen des Zusammenlebens zu fördern. Diese Herausforderungen für dominante Diskurse und die daraus resultierenden Neuordnungen unseres sozialen Gefüges sind zentrale Themen der zeitgenössischen Kultur, in der digitale Technologien eine herausragende Rolle spielen.
Der Parc La Grange, der Parc des Eaux-Vives und der angrenzende Strand bieten privilegierte Orte der Begegnung und des Austauschs – von Treffen mit Familie und Freunden über sportliche Aktivitäten oder romantische Verabredungen bis hin zur Rückverbindung mit der Natur oder sich selbst, von Festen bis zu Schulausflügen. Über ihren Freizeitwert hinaus sind diese Orte vor allem gemeinschaftliche Räume, in denen nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern auch Unterschiede und Gegensätze zum Ausdruck kommen. Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler, die in diesen spezifischen Kontexten ausstellen, untersuchen die dem öffentlichen Raum innewohnenden Spannungen ebenso wie sein emanzipatorisches Potenzial. Die Vielfalt ihrer Beiträge – die über die klassische Skulptur hinausgehen und Bereiche wie Design, Architektur, Video, Fotografie, Schreiben und mehr einbeziehen – zeugt davon, wie sich Kunst im Angesicht zeitgenössischer Herausforderungen ständig neu erfindet.
Photo: Julien Gremaud, Baptiste Janin