In This Economy?!; DC Cologne 2026
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DITTRICH & SCHLECHTRIEM is pleased to inaugurate its new space in Cologne with a solo exhibition by Zuzanna Czebatul.
The exhibition title, In This Economy?!, is a familiar refrain expressing disbelief, uncertainty, aspiration, humour, and persistence. Applied to everyday decisions and extraordinary ambitions alike, it captures hesitation while revealing a persistent determination.
For her second solo exhibition with the gallery, Czebatul turns to one of Germany's most familiar folk traditions: the Lebkuchenherz, or gingerbread heart. Decorated with affectionate messages and traditionally exchanged at fairs and Kirmes, these cookies occupy a peculiar position between souvenir, declaration, and social performance.
In My Heart Goes Boom, Czebatul replaces conventional messages of affection with reflections on the emotional and political economies of the present, exploring desire, visibility, optimization, consumption, intimacy, and the subtle mechanisms through which contemporary life is governed. A bite, seemingly interrupting the sugar-glazed ornament, marks each gingerbread heart as already consumed. Czebatul exposes the increasingly porous boundaries between public opinion and personal identity, and between political messaging and everyday communication.
Accompanying My Heart Goes Boom is a series of tightly cropped black-and-white photographs depicting the mouths of well-known political figures at moments when they were publicly documented making false or misleading statements. Reduced to lips, teeth, and the physical act of speech, Lies I–V isolates the apparatus of political communication and, in these instances, deception. In dialogue with the bite marks on the slogan-bearing gingerbread hearts, the photographs examine how political language is produced, circulated, and ultimately consumed.
Outside the gallery, an inflatable decoy tank extends the exhibition into public space. Originally developed as a form of military deception intended to mislead surveillance and enemy perception, the object embodies a form of power that operates through appearance rather than material force. Lightweight, collapsible, and mass-produced, the decoy transforms one of the most enduring symbols of military authority into an image sustained by belief alone.
Installed at a moment when Germany is debating the return of military service, undertaking its largest rearmament since reunification, and pursuing the ambition of becoming Europe's strongest conventional military power, the work reflects on the renewed visibility of militarization in public life.
In dialogue with the two series inside the gallery, the inflatable tank shifts the exhibition's focus from the circulation of political language to the staging of political reality itself. Together, the works examine how power is exercised not only through institutions and violence, but also through symbols, images, and the fictions societies collectively agree to uphold.
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DITTRICH & SCHLECHTRIEM freut sich, seinen neuen Standort in Köln mit einer Einzelausstellung von Zuzanna Czebatul zu eröffnen.
Der Ausstellungstitel In This Economy?! ist ein vertrauter Ausruf, der Unglauben, Unsicherheit, Sehnsucht, Humor und Beharrlichkeit zugleich ausdrückt. Auf alltägliche Entscheidungen ebenso wie auf außergewöhnliche Ambitionen angewandt, bringt er Zögern zum Ausdruck und offenbart zugleich eine anhaltende Entschlossenheit.
Für ihre zweite Einzelausstellung mit der Galerie widmet sich Czebatul einer der bekanntesten deutschen Volkstraditionen: dem Lebkuchenherz. Mit liebevollen Botschaften verziert und traditionell auf Jahrmärkten und Kirmessen ausgetauscht, nehmen diese Gebäckstücke eine eigentümliche Zwischenposition ein – zwischen Souvenir, Liebeserklärung und sozialer Inszenierung.
In My Heart Goes Boom ersetzt Czebatul die konventionellen Botschaften der Zuneigung durch Reflexionen über die emotionalen und politischen Ökonomien der Gegenwart. Die Arbeit untersucht Begehren, Sichtbarkeit, Optimierung, Konsum, Intimität und die subtilen Mechanismen, durch die das heutige Leben gesteuert wird. Ein Biss, der die scheinbar makellose Zuckerglasur unterbricht, kennzeichnet jedes Lebkuchenherz als bereits konsumiert. Czebatul legt die zunehmend durchlässigen Grenzen zwischen öffentlicher Meinung und persönlicher Identität sowie zwischen politischer Botschaft und alltäglicher Kommunikation offen.
Begleitend zu My Heart Goes Boom zeigt die Künstlerin eine Serie eng beschnittener Schwarz-Weiß-Fotografien, die die Münder bekannter politischer Persönlichkeiten in Momenten abbilden, in denen sie öffentlich dokumentiert falsche oder irreführende Aussagen machten. Auf Lippen, Zähne und den physischen Akt des Sprechens reduziert, isoliert Lies I–V den Apparat politischer Kommunikation – und in diesen Fällen den der Täuschung. Im Dialog mit den Bissspuren auf den mit Slogans versehenen Lebkuchenherzen untersuchen die Fotografien, wie politische Sprache entsteht, verbreitet und letztlich konsumiert wird.
Außerhalb der Galerie erweitert ein aufblasbarer Attrappentank die Ausstellung in den öffentlichen Raum. Ursprünglich als Mittel militärischer Täuschung entwickelt, um Überwachung und gegnerische Wahrnehmung zu manipulieren, verkörpert das Objekt eine Form von Macht, die weniger durch materielle Stärke als durch Erscheinung funktioniert. Leicht, zusammenfaltbar und massenproduziert verwandelt die Attrappe eines der beständigsten Symbole militärischer Autorität in ein Bild, das allein durch Glauben und Wahrnehmung aufrechterhalten wird.
Die Arbeit entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland über die Wiedereinführung des Militärdienstes debattiert, die größte Aufrüstung seit der Wiedervereinigung betreibt und das Ziel verfolgt, zur stärksten konventionellen Militärmacht Europas zu werden. Sie reflektiert die erneute Sichtbarkeit der Militarisierung im öffentlichen Leben. Im Dialog mit den beiden Serien im Innenraum verschiebt der aufblasbare Tank den Fokus der Ausstellung von der Zirkulation politischer Sprache hin zur Inszenierung politischer Realität selbst.
Gemeinsam untersuchen die Arbeiten, wie Macht nicht nur durch Institutionen und Gewalt ausgeübt wird, sondern auch durch Symbole, Bilder und jene Fiktionen, auf deren Aufrechterhaltung sich Gesellschaften kollektiv verständigen.